Tarifvertrag brauerei sachsen

11 Ağustos 2020 Kapalı ile cato

Tarifverträge sind rechtsverbindliche Dokumente, und seit 2003 ermöglicht das Arbeitsgesetzbuch deren Verlängerung durch Ministerialerlass. Im Jahr 2010 wurden erstmals vier Branchen-Tarifverträge auf Holz und Möbel, Wasserversorgung, Brauen und die Papier- und Zellstoffindustrie ausgeweitet, obwohl die Verlängerung des Holz- und Möbelvertrags später wegen Verfahrensfehlern zurückgezogen wurde. Die erste Vereinbarung, die verlängert werden sollte, war für die Brauereiindustrie und wurde 2011 nach der Unterzeichnung des neuen Branchentarifvertrags ein zweites Mal verlängert. Seit 2003 wurden die Tarifverhandlungen auf sektoraler und auf Branchenebene um jährliche Verhandlungen über Mindestschwellen der sozialen Sicherheit erweitert. Im Brauereibereich wirkt sich dies auf tariflich vereinbarte Mindestlöhne aus und sieht jährliche Lohnerhöhungen vor. Im Oktober 2013 wurde der Branchentarifvertrag durch Dekret des Ministers für Arbeit und Sozialpolitik, Hassan Ademov, zum dritten Mal auf alle 12 Unternehmen der Branche ausgedehnt. Die Parteien, die die Vereinbarung unterzeichneten, waren: für die Arbeitgeber, die Union der Brauereien in Bulgarien (UBB), und für die Gewerkschaften, die Nationale Föderation für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie (verbunden mit Podkrepa CL) und die Gewerkschaft der Brauereien, Lebensmittel und Getränke (ciTUB angeschlossen). Die branchenübliche Vereinbarung betrifft die gesamte Brauereiindustrie in Bulgarien. Unabhängig von der Art und Größe des Unternehmens, ob Kleinst-, Klein-, Mittel- oder multinationale Unternehmen, müssen alle Arbeitgeber gute Beschäftigungspraktiken und hohe Arbeitsnormen einhalten. Die Ausweitung des Tarifvertrags auf den gesamten Brauereisektor sollte zu günstigeren Arbeitsbedingungen, besseren Löhnen, einem höheren Urlaubsanspruch, Initiativen zur Verbesserung der Qualifikationen der Arbeitnehmer und einer Verbesserung der Beschäftigungspolitik insgesamt führen. Der Brauereisektor ist im Hinblick auf die Jugendbeschäftigung von Bedeutung, da die Daten des Nationalen Statistischen Amtes zeigen, dass 46 % der Beschäftigten in diesem Sektor unter 34 Jahre alt sind. Die Sozialpartner in Bulgarien haben einen neuen Tarifvertrag für den Brauereisektor abgeschlossen, der bis 2015 gültig ist.

Trotz der Wirtschaftskrise haben sich die Sozialpartner darauf geeinigt, den Mindestlohn zu erhöhen, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und zur Verbesserung der Ausbildung einzuführen. Der Tarifvertrag wird auf alle Unternehmen der Brauereibranche ausgedehnt. Die Verlängerungspraxis geht auf die Jahre 2010–2011 zurück, als erstmals vier Branchen-Tarifverträge verlängert wurden. Im Juli 2005 unterzeichneten die Sozialpartner der Brauereiindustrie die Charta der ethischen Standards (BG0509201N). Die Charta war ein wichtiger Schritt zur Einführung der Grundsätze der sozialen Verantwortung der Unternehmen in diesem Sektor. Trotz der negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise in den letzten Jahren, die zu einem Rückgang des Produktions-, Verkaufs- und Verbrauchs von Bier geführt hat, haben die Unternehmen diese Probleme erfolgreich bewält, indem sie eine nachhaltige Politik zur Erhaltung von Arbeitsplätzen, zur Förderung menschenwürdiger Arbeit und Karriereentwicklung für Arbeitnehmer und zur Einhaltung des Grundsatzes des lebenslangen Lernens entwickelt haben. Einer der Gründe für diesen Erfolg ist der etablierte soziale Dialog in diesem Sektor, der die gegenseitige Zusammenarbeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Tarifverhandlungen fördert. Der Tarifvertrag ermöglicht es den Arbeitgebern auch, langfristige Pläne für die Auswahl, Ausbildung und Bewertung von Fachpersonal entsprechend den Bedürfnissen und der Entwicklung des Unternehmens aufzustellen.